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gegründet
1889 |
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Wer war Adolph Kolping ?
Wer war dieser Mann, der als Gesellenvater in
die Geschichte eingegangen ist, dessen Denkmal vor der Kölner
Minoritenkirche steht ?
Adolph
Kolping wurde am 8.12.1813
in Kerpen bei Köln als Sohn eines Schäfers geboren. Er wuchs in
ärmlichen Verhältnissen auf und erlernte mit 13 Jahren das
Schuhmacherhandwerk.
Nachdem
Kolping seine Lehre beendet hatte und einige Jahre als wandernder Geselle
unterwegs gewesen war, entschloss er sich, Priester zu werden. Er holte
mit 24 Jahren sein Abitur nach und studierte schließlich
katholische Theologie. Im
April 1845 wurde er in der Kölner Minoritenkirche zum Priester geweiht
und ging als Kaplan nach Elberfeld.
Am 6. Mai 1849 gründete er in Köln mit 7 Gesellen
den Katholischen Gesellenverein. Ziel des Sozialreformers Kolping war es,
tüchtige Christen heranzubilden, die ihr Leben in Familie, Beruf und
Gesellschaft verantwortlich gestalten können. Die jungen Menschen wollte
er von der Straße holen und ihnen mehr als nur ein Dach über dem Kopf
bieten. Er baute Gesellenhäuser, beherbergte die Gesellen und
unterrichtete sie in Lesen, Schreiben, Rechnen und Religion. Er ermöglichte
ihnen eine sinnvolle Freizeitgestaltung sowie berufliche Weiterbildung. Unermüdlich
widmete sich Kolping in der Folgezeit der Ausbreitung seines Werkes, des
katholischen Gesellenvereins
Kurz vor seinem 52. Geburtstag starb er am 4.12.1865
und fand in der Kölner Minoritenkirche seine letzte Ruhestätte. Zu
dieser Zeit hatte der kath. Gesellenverein bereits 24.000
Mitglieder in 418 Ortsvereinen. Heute arbeitet dieser Verband unter
dem Namen 'Kolpingwerk'
in der ganzen Welt.
Am 27. Oktober 1991 wurde Adolph Kolping durch Papst
Johannes Paul II. selig
gesprochen. Ca. 30.000
Kolping- mitglieder aus aller Welt waren in Rom dabei.
Achter Nachfolger Adolph Kolpings ist Axel Werner. Der Generalrat des
Internationalen Kolpingwerkes hat ihn Anfang des Jahres 2002 in Mexiko zum
neuen Generalpräses gewählt. Großen Wert legt Werner auf die
gleichberechtigte Zusammenarbeit der verschiedenen Nationen. Er leitet das Internationale Kolpingwerk. Der
Amtssitz des Generalpräses ist Köln am Rhein.
Nach 30- jähriger Amtszeit war Generalpräses
Heinrich Festing in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet und in
seinen Heimatort Sabbenhausen zurückgekehrt.
Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland ist
Alois Schröder, der jahrelang Präses unserer Diözese Paderborn war.
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Kolpingwerk
Das Kolpingwerk in der Bundesrepublik führt den
Namen Kolpingwerk Deutschland. Es ist Teil des Internationalen
Kolpingwerkes.
Das Kolpingwerk Deutschland umfasst gegenwärtig 276.000 Mitglieder
in
27 Diözesanverbände,
1.780 Kolpingsfamilien
und 291 Bezirksverbände,
Ein wesentliches Merkmal des Kolpingwerkes seit
seinen Anfängen ist der Aufbau von Einrichtungen, die für Mitglieder und
Außenstehende Chancen zur Weiterbildung eröffnen sowie Lebenshilfe
bieten.
In den 60er Jahren haben die Landes- und Diözesanverbände
im Kolpingwerk Deutscher Zentralverband mit dem Aufbau von Bildungswerken
begonnen. Das Kolping - Bildungswerk will mit seiner Bildungsarbeit
Menschen die Möglichkeit geben, ihre Anlagen und Fähigkeiten zu formen
und zu erweitern. Zur Verwirklichung dieses Zieles wurden Bildungswerke
und vielfältige Einrichtungen gegründet. Dabei gibt es neben offenen
Angeboten in verschiedenen Bereichen auch Maßnahmen der beruflichen
Bildung.
Das Kolpingwerk will seine Mitglieder befähigen,
sich als tüchtige Christen in Familie, Arbeitswelt, Kirche, Gesellschaft
und Staat zu bewähren. Es fordert seine Mitglieder zum Engagement in
allen wichtigen Lebensbereichen auf.
Das Kolpingwerk hat sich bis heute immer wieder
gewandelt und weiterentwickelt; in seinen Strukturen und in seinem Wirken
hat es sich den Erfordernissen der Zeit immer neu gestellt. Die
grundlegenden Elemente des Kolpingschen Wollens und Handelns sind aber
nicht aufgegeben worden, sie sind und bleiben aktuell und Maßstab in
Gegenwart und Zukunft.
Vom Gesellenverein von damals ist äußerlich nicht
mehr viel übrig. Waren es früher nur junge Handwerkergesellen, gehören
heute dem Kolpingwerk Frauen und Männer, Kinder, Jugendliche und
Erwachsene bis ins hohe Alter an. Ehe und Familie stellen für das
Kolpingwerk wichtige Aktionsbereiche dar. Der Verband ist
lebensbegleitend, was ihn von anderen kath. Organisationen unterscheidet.
Eine Mitgliedschaft ist auch für Personen anderer christlicher
Konfessionen möglich.
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Bezirksverband Steinheim
Im
Kolpingwerk wird ein Bezirksverband als die mittlere Ebene angesehen. Sie
ist das Bindeglied zwischen Diözesanverband und den örtlichen
Kolpingsfamilien. In unserem Diözesanverband Paderborn gibt es 27
Bezirksverbände mit 285 Kolpingsfamilien und etwa 35.000 Mitgliedern. An
der Spitze des Bezirksverbandes steht der Bezirksvorstand mit dem
Vorsitzenden, Präses, Geschäftsführer, Kassierer, Schriftführer und
einigen Beisitzern. Im Bezirksvorstand sollten möglichst viele KF
vertreten sein, weil somit eine transparente Zusammenarbeit der KF des
Bezirks möglich wird.
Der Bezirk Steinheim ist ein ländlicher Bezirk. Ihm gehören zehn
Kolpingsfamilien an: Bad Pyrmont, Bergheim, Bredenborn, Himmighausen,
Lügde, Nieheim,
Ottenhausen, Sommersell, Sabbenhausen und Steinheim. Der Name ist von der größten
und ältesten KF nämlich Steinheim. Andererseits liegt die Stadt
Steinheim auch im Zentrum des Bezirks.
Das
Gebiet dieses Bezirks erstreckt sich über drei Kreise. Der größte Teil
liegt im nördlichen Kreis Höxter. Dazu kommt noch die KF Sabbenhausen und
Lügde im
Kreis Lippe. Die KF Bad Pyrmont liegt im Kreis Hameln/Bad Pyrmont und das
ist das Nachbarland Niedersachsen. Größe und Struktur unserer KF sind
sehr unterschiedlich. Steinheim, Lügde und Nieheim sind größere Orte in denen
die KF seit Jahren im Vereinsleben ihren festen Platz haben. Die kleineren
KF haben es in ihren Gemeinden viel schwerer, da vielfach die
Mitgliedszahlen niedriger sind, das Durchschnittsalter der Mitglieder
relativ hoch ist, und die Konkurrenzvereine im Dorf oft mächtig einengen.
Standardveranstaltungen des Bezirks sind schon seit Jahren der
Neujahrsempfang im Januar, die Bezirkswallfahrt vor Ostern, eine Altkleidersammlung
im September und der Weltgebetstrag am 27. Oktober..
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